Stress bei Tieren
- Mag. Sabine Hönig

- 15. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Mag. Sabine Hönig - 15. Dezember 2025

Egal ob Haustiere oder Nutztiere, Tiere haben eine besonders feine Wahrnehmung. Daher gibt es viele Gelegenheiten die Stress bei Tieren auslösen können.
Wie wir Stress bei Tieren übertragen...
Egal ob Haustiere oder Nutztiere, Tiere haben eine besonders feine Wahrnehmung. Daher wird unsere Stimmung oft auf sie übertragen. Unser eigener Stress und Aggression werden von den Tieren sozusagen gespiegelt. Leider hat das negative Auswirkungen sowohl auf die Tiere selbst als auch auf die Beziehung zwischen Tier und Mensch. Die Folgen können sein:
Nervöses, ängstliches & Aggressives Verhalten
unterschiedliche Verhaltensstörungen wie Putzzwang, Pfoten- oder Afterlecken
Angstbeißen
Aber auch Verspannungen, Verdauungsstörungen oder Herz- Kreislauferkrankungen durch ständige Adrenalinausschüttung
u. a.
Auslöser von Stress
Die Auslöser von Stress bei Tieren können vielfältig sein.
Lärm durch Autos, laute Nachbarn, Handwerker, Feuerwerk oder Gewitter, etc.
Fremde Menschen oder Besucher
Besondere Umstände wie Urlaub, Besuch beim Tierarzt, Pflegemaßnahmen, Umzug, neue Familienmitglieder, neue Haustiere, etc.
Nicht selten ist es das eigene Mindset der Tierhalter in bestimmten Situationen, die bei den Tieren zu Stress führen. Hat z. B. die Tierhalter:in hat selbst Angst vor dem Tierarzt, fühlt sich unsicher im Handling, oder hat Angst vor Begegnung mit anderen Hunden beim Spaziergang. Die Tiere spüren diese Unsicherheit und reagieren selbst ängstlich oder aggressiv.
Warum verhalten sich Tiere so?
in der Mensch-Tier-Beziehung sollten wir Menschen die Rolle des Leittiers übernehmen. Sind wir selbst unsicher, ziellos oder ängstlich, verlieren wir diesen Status. Dann übernehmen die Tiere diese Rolle bzw. werden ungewollt in diese Rolle gedrängt. Sie wollen ihren Halter dann beschützen (unruhiges & aggressives Verhalten) oder sie verfallen in Angst, weil der Beschützer fehlt. Das kann auch zu gefährlichen Situationen führen, wie z. B. Angstbeißen bei Hunden.
Was tun?
Schwierigkeiten und Stress für Haustiere vermeiden beginnt schon bei der Auswahl des richtigen Haustieres oder Hundes bei der passenden Hunderasse.
Bei der Sozialisierung des Tieres sollten schon in der Prägungs- und Sozialisierungsfase möglichst alle Situationen, mit denen das Tier auch im erwachsenen Alter konfrontiert werden, wird geübt werden. Das beginnt bei Kontakt mit Artgenossen & Menschen, über Situationen (Autofahren, fremde Orte, etc.) bis hin zu Gegenständen, Geräuschen und vieles mehr.
Auch Pflegemaßnahmen, Tierarztbesuche möglichst verknüpft mit angenehmen Erfahrungen gehören dazu. Last, but not least solltest Du als Besitzer stets reflektieren und bereit sein an Dir selbst zu arbeiten, zu erkennen, was die Auslöser vor allem, wenn sie an Deinem Mindset liegen.
Untersützung durch Tiertraining
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